Immobilienverkäufe und -verpachtungen am Niederrhein

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Immobilienverkäufe

Beitragvon anika tm » 28. Mär 2011, 13:13

Oeffentlicher Anzeiger 1846

Immobilien, In Gemäßheit zweier Urtheile des Königlichen Landgerichts zu Düsseldorf vom
8. Juli und 5. September dieses Jahres in der Theilungssache von
1) Gertrud Küsters, ohne Geschäft zu Vierssen wohnhaft
2) Magdalena Küsters, Wittwe Caspar Carius, ohne Geschäft daselbst, Kläger, vertreten durch Advokat-Anwalt Widenmann,
gegen
1) den zu Vierssen wohnenden Fabrikarbeiter Johann Anton Bonners, als Vormund der mit seiner Ehefrau Maria Margaretha Carius erzeugten noch minderjährigen Kinder Maria Magdalena Christine und Martin Bonners
2) die zu Süchteln wohnenden Eheleute Hermann Weber, Sammetarbeiter und Eva geborne Carius, in eigenem Namen und Ersterer zugleich als Nebenvormund der vorbemeldeten Minorennen Bonners
3) den Taglöhne,Conrad Carius zu Vierssen wohnhaft
4) den daselbst wohnenden Sammetarbeiter Peter Mathias Carius, sämmtlich Verklagte, vertreten durch Anwalt Betten, wird der unterzeichnete zu Vierssen wohnende hierzu committirte Konigl. Notar Wilhelm Meyer, am Dienstag den 3. Februar 1846, Nachmittags 3 Uhr, in der Wohnung des Wirths Heinrich Loosen dahier im Hoser, öffentlich an den Meistbietenden verkaufen, folgende in der Gemeinde Vierssen gelegene Grundstücke, nemlich:
1) ein zu Hoser in der Brasselstraße gelegenes Wohnhaus nebst Nebengebäulichkeiten und Hofraum, groß 20 Ruthen 40 Fuß, katastrirt unter Litera p. Nr. 94, grenzend an Mathias Hoeger und Wittwe Carius Ackerland, taxirt zu 400 Thlr.
2) ein daselbst gelegener und daran schießender Baumhof, groß 1 Morgen 32 Ruthen 90 Fuß, bezeichnet im Kataster Littera p. Nr. 93,
begrenzt wie vor, taxirt zu 150 Thlr,
3) ein daran anstoßender Garten, groß 38 Ruthen 10 Fuß, bezeichnet im Kataster Litt. p. Nr. 93, begrenzt wie vor, taxirt zu 50 Thlr.
4) ein Stück Ackerland am Pittenbusch, groß 2 Morgen 47 Ruthen 10 Fuß, Littera p. Nr. 92, Anhang . Nr. 87, begrenzt von Mathias Hoeges und Peter Molls, taxirt zu ,259 Thlr.
5) ein Stück Schlagholz daselbst gelegen, groß 5 Morgen 129 Ruften I0 Fuß, Littera Nr. 72 Anhang Vlll. Nr. 90 neben Mathias Hoeges und Peter Molls, taxirt zu 120Thlr.
6) eine Parzelle Pflanz-Gemeinde, groß circa 30 Ruthen neben
Anton Neetix und Mathias Hoeges. taxirt zu 15 Thlr.
Die Verkaufsbedingungen und sonstigen Vorakten sind aus der Schreibstube des
Unterzeichneten einzusehen.
Vierssen. den 18. November 1845
Meyer, Notar.

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Beitragvon anika tm » 28. Mär 2011, 13:30

Oeffentlicher Anzeiger 1846

In Folge zweier von der zweiten Zivilkammer des Königl. Landgerichts zu Cleve
am 16. August resp. am 8. November laufenden Jahres erlassenen contradictorischen Erkenntnisse in Sachen
1) der Eheleute Kunstdrechsler Herrn Johann Gerhard Nagel und Maria Catharina Selhorst zu Cleve wohnhaft
2) der Handlungsreisenden Herrn Alexander Selhorst zu Geldern
3) des ohne Stand zu Geldern wohnenden Hrn. Hermann Selhorst
4) der Demoiselle Sophie Selhorst, Inhaberin einer Handlung
und 5)
des Commis Herrn Ludwig Seihorst, die beiden letztern auch zu Geldern wohnend;
Kläger, vertreten durch den Advokat-Anwalt Herrn Koenig zu Cleve, '
gegen
1) den zu Geldern wohnenden Gerichtschreiber-Candidaten Herrn Reinhard Selhorst, sowohl für sich wie auch als Curator des emanzipirten Jacob Lambert Selhorst
2) den daselbst wohnenden Handlungscommis den ewähnten emanzipirten minderjährgen Jacob Lambert Selhorst und
3) den zu Geldern wohnenden Kreisboten Peter Münster in seiner Eigenlast als Hauptvormund der minderjährigen aus der Ehe der verstorbenen Eheleute Jacob Münster und Allegonda Selhorst erzielten, ohne Stand zu Geldern wohnenden Kinder Catharina und Wilhelm Münster, wovon der obgedachte Herr Reinhard Selhorst Nebenvormund ist.
Verklagte, vertreten durch den Advokat-Anwalt Herrn Weinhagen, sollen folgende den ewähnten Parteien gemeinschaftlich gehörigen Grundstücke als:
1) ein zu Geldern, in der Kirchstraße zwischen Portmann und Wittwe Hamel gelegenes Wohnhaus mit Scheune und Garten
2) ein vor dem Gelderthor gelegener Gemüsegarten
3) eine Wiese in der Vorstadt Geldern gelegen, groß circa vier Morgen
4) eine zu Winternam neben Hoyer gelegene Wiese, groß circa 5 1/2 Morgen und
5) ein in der Hoogheide, Bürgermeisterei Sevelen am Wege von Ceckes nach Issum gelegener Tannenbusch, groß circa 3 Morgen, durch den unterzeichneten in Folge der belegten Urtheile hierzu committirten Notar an der Behausung des Acker, und Schenkwirths Herrn Jacob Defelaers zu Geldern, am Montag den 16. Februar 1846, um 2 Uhr Nachmittags, öffentlich und definitiv verkauft werden.
Die Verkaufsbedingungen und sonstige auf den Verkauf bezüglichen Papiere liegen bei dem unterzeichneten Notar einem Jeden zur Einsicht offen.
Geldern, den 6. Dezember 1845.
J. Herckenrath.

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Beitragvon anika tm » 28. Mär 2011, 13:44

Oeffentlicher Anzeiger 1846

Düsseldorf, Dienstag, den 20. Januar 1846.

Auf den Antrag des Ziegelbäckers Werner Arntz zu Grietbausen, sollen die dem Fuhrmanne Hermann Schürmann hierselbst gehörigen, im hiesigen Kreise und Gemeinde gelegenen, nachbezeichneten Realitäten, welche ausweise des, nebst den Kaufbedinungen in der Gerichtsschreiberei einzusehenden vollständigen Auszuges der Steuerrolle zu 4 Thlr.17 Sgr. 7 Pf. in der Grundsteuer veranschlagt sind, für die dabei vermerkten Erstgebote, am Freitage den 27. Februar künftigen Jahres, Morgens 11 Uhr, an ordentlicher Gerichts stelle im Schlosse hierselbst zum Verkaufe ausgesetzt, und, dem Mistbietenden adjudicirt werden, nämlich:
1) das mit Nr. 901 bezeichnete von Steinen erbaute, mit Ziegeln gedeckte Wohn-Haus, welches in der Fronte eine Thüre und 4 Fenster hat, und 32 Fuß tief und 28 Fuß breit ist; Erstgebot 200 Thlr.
2) eine aus Steinen erbaute Scheune, welche in der Front ein Thor, und die Thüre sowie 3 kleine Fenster einer darin angebrachten Wohnung hat, und 46 Fuß tief und 49 Fuß breit ist. Erstgebot 150 Thlr.
3) ein hinter und zur Seite dieser beiden Gebäuden gelegener Garten, groß 143 Ruthen 20 Fuß. Erstgebot 150 Thlr., welche Realitäten der Schürmann und der Johann Stender miethweise benutzen
4) ein, mit dem sub 1 bezeichneten Hause in Verbindung stehendes Gebäude, welches 18 Fuß tief und 32 Fuß breit mit der Hausnummer 902 versehen, zu vier Wohnungen eingerichtet ist, von August Egerding, Friedrich Lindemann, Theodore Cosein, und Theodor« Wichers miethweise bewohnt wird, aus Steinen erbaut, mit Ziegeln gedeckt ist, und in der Front 4 Thüren und 4 Fenster hat; Erstgebot 50 Thlr. Sämmtlich vorbeschriebene Realitäten liegen mit der Front nach der Straße von der Linde nach der Gruft, an der sogenannten Kock'schen Steege, Johann Everkes und einer zum Kirchhofe führenden Steege
5) ein Nebengebäude ebenfalls zu 4 Wohnungen eingerichtet, welches in der Front 4 Thüren und 5 Fenster hat mit der Nr. 902 versehen ist, von Heinrich Egermann, Wittwe Röß, Heinrich Gramm und Wittwe Siepen miethweise bewohnt wird, von Johann Everkes, dem sub 3 vermerkten Garten und einer Steege zum Kirchhofe begrenzt wird, und eine Tiefe von 14 Fuß und Breite von 40 Fuß Hat. Erstgebot 50 Thlr.
Sämmtliche Realitäten enthalten nach Art. Nr. 628 Flur 3, Nr. 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 8 der Katastral-Mutterrolle einen Flächeninhalt von 163 Ruthen 40 Fuß. Cleve, den 31. Oktober 1845
Königl. Friedensgericht: von Goedinck

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Verkauf einer Colonie Ackerland in Neu-Louisendorf

Beitragvon anika tm » 28. Mär 2011, 13:55

Oeffentlicher Anzeiger 1846

Oeffentlicher definitiver Verkauf einer Colonie.
Auf Grund zweier, in Sachen
1) des Ackerers Carl Johann zu Pfalzdorf
2) der Catharina Johann und ihres Ehemannes Nicolas Becker, Ackersleute zu Neu-Louisendorf
3) der Margaretha Johann und ihres Ehemannes Wilhelm Pleines, Ackersleute zu Pfalzdorf
4) der Elisabeth Johann und ihres Ehemannes Heinrich Jacob Minor, Ackersleute zu Neu-Louisendorf wohnhaft, Kläger, vertreten durch den Herrn Advoka-Anwalt Koenig hierselbst, gegen den zu Pfalzdorf wohnenden Taglöhner Andreas Wüllenweber, in seiner Eigenschaft als Nebenvormund der Minorennen Carl, Wilhelmine, Agnes und Florentine Johann, Verklagten, vertreten durch den Advokat-Anwalt Herrn Justizrath Speck Hierselbst; — vom Königl. Hochliöblichen Landgerichte zu Cleve am 21. Juni und 23. August dieses Jahres erlassenen Urtheile soll
die, den vorgenannten Partheien gemeinschaftlich gehörende, zu Neu-Louisendorf
belegene und aus 35 preuß. Morgen Ackerlandes bestehende Colonie, verzeichnet
im Kataster sub Flur 1. Nr. 13 und abgeschätzt zu 1154 Thalern, durch den unterschriebenen, dazu gerichtlich committirten, zu Cleve refidirenden Notar Dr. Friedrich Heinrich Ludwig Thomae,
am Sonnabend, den 28. Februar des Jahres 1846, Nachmittags 3 Uhr, in der Behausung des zu Cleve am Nassauerthore wohnenden Schenkwirths und Bäckermeisters Bernhardo van de Sand zum öffentlichen Verkaufe ausgesetzt und dem Meistbietenden definitiv zugeschlagen werden.
Die hierauf Bezug habenden Aktenstücke (Urtheile, Expertenbericht und Vertaufsbedingungen) liegen in der Amtsstube des Unterzeichneten zur Einsicht offen.
Cleve, den 18. Dezember 1845.
Dr. Thomae, Notar.

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Beitragvon anika tm » 28. Mär 2011, 14:08

Oeffentlicher Anzeiger 1846


In Folge eines von der zweiten Civilkammer des Königl. Landgerichts zu Cleve vom 8. November 1845 in Sachen: 1) des Wilhelm Bendmann
2) des Heinrich Bendmann beide Ackersleute zu Neukirchen wohnend, vertreten durch den Advokat-Anawalt Weinhagen zu Cleve gegen
1)die Ackersfrau Catharina Hamacher, Wittwe Tillmann Bendmann zu Neukirchen
2) den Faßbinder Jakob Scholl zu Werthausen in seiner Eigenschaft als Nebenvormund der Minorennen Gerhard und Diedetich Bendmann, Verklagte, vertreten durch den Herrn Advokat-Anwalt Koenig zu Cleve erlassenen Urtheils, sollen die den Partheien gemeinschaftlich zugehörigen, in den Bürgermeistereien Neukiichen und Meurs gelegenen Grundstücke, nämlich:
1) der zu Neukiichen zwischen Gottfried Londong und Schwertz gelegene sogenannte Tendicks Hof, bestehend aus Wohnhaus und wirthschaftlichen Gebäuden, Haushof, Baum- und Gemüsegarten, Ackerländereien, Wiese und Holzung und enthaltend nach Flur 4 Nr. 128 bis inclusive 132, 218 bis inclusive 225 des Katasters von Neukirchen einen Flächenraum von 60 Morgen und 51 Ruthen 20 Fuß 66 M. 51 R. 20 F.
2) eine Wiese gelegen zu Meurs am Schauen, groß nach Flur 10 Nr. 93 des Katasters von Meurs 2 Morgen 26 Ruthen

am Donnerstag den 2. April dieses Jahres, Morgens 9 Uhr, auf Tendicks Hof zu Neukirchen öffentlich in Parzellen oder im Ganzen zum Verkaufe ausgestellt und den Meistbietenden definitiv zugeschlagen werden.
Taxe und Verkaufsbedingungen liegen bei dem unterzeichneten mit dem Verkaufe beauftragte Notar zur Einsicht offen.
Meurs, den 12. Januar 1846
Der Königl. Notar:
L. F. Houben.

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Beitragvon anika tm » 28. Mär 2011, 14:19

Oeffentlicher Anzeiger 1846

In der Gerichtlichen Theilungssache der Hendrina van Gemmeren Wittwe dritter Ehe des am 15. März d. J. auf Bossenhof zu Uedemerbruch verstorbenen Ackersmannes Johann Heinrich Aymann, Ackersfrau, früher auf gedachtem Bossenhof jetzt zu Keppelen wohnhaft, Klägerin, vertreten durch den Herrn Advokat-Anwalt Justiz-Rath Speck,
gegen
1) den Ackersmann Albert Aymann, zu Uedemerfeld, Bürgermeisterei Uedem wohhaft, in seiner Eigenschaft als Hauptvormund der drei minderjährigen Kinder des bereits gedachten Johann Heinrich Aymann aus dessen erster Ehe mit der verstorbenen Johanna Verhaelen, Namens Elisabeth, Johanna und Theodor Aymann
2) den Ackersmann Johann Schoofs, wohnhaft zu Keppelen, in feiner Eigenschaft als Hauptvormund der, von dem Johann Heinrich Aymann in dessen zweiter Ehe mit der Elisabeth van Gemmeren erzeugten, noch minderjährigen beiden Kinder Johanna Catharina und Johann Aymann, Verklagte, vertreten durch den Herrn Advokat-Anwalt Koenig, — soll zufolge zweier Urtheile, erlassen von dem Königlichen Landgerichte zu Cleve am 9. Aug. und 8. November. d. J., der den Parteien bisher gemeinschaftlich zugehörige, zu Uedemerbruch gelegene, im Kataster der Bürgermeistern Keppeln unter Artikel 4 der Mutter-Rolle vorkommende sogenannte ,,Bossenhof" bestehend in Wohn- und Wirthschafts-Gebäuden, Gemüse- und Obstgärten, Ackerländereien, Brücken, Holzungen und einem Stücke Ackerland, genannt „Deckerskamp" haltend im Ganzen einen Flächenraum von 112 Morg. , 101 Ruthen 30 Fuß, abgeschätzt zu 7170 Thlr. 23 Sgr. 2 Pf.
Donnerstag den 26.Februar 1846., Vormittags 10 Uhr, zu Uedem in der Wohnung der Schenkwirthin Wittwe Hermann Schraven durch den unterzeichneten, hierzu committirten Notar öffentlich verkauft werden. Taxe und Bedingungen liegen in der Amtsstube des Unterzeichneten zu eines Jeden Einsicht offen.
Uedem, den 13. Dezember 1845.
Schaefer, Notar.

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Beitragvon anika tm » 28. Mär 2011, 14:44

Oeffentlicher Anzeiger 1864

In Folge eines von der zweiten Civilkammer des Königl. Landgerichts zu Cleve am 8. November 1845 in Sachen: des zu Eyll unter Nieukerk wohnenden Kattunwebers Paul Weggen, als Hauptvormund der minderjährigen Kinder aus der Ehe der zu Kengen unter Rheurdt verstorbenen Eheleute Wilhelm Engelen und Anna Schardenberg, Namens Gottfried und Catharina Gertrud Engelen, Klägers, vertreten durch den Herrn Advokat-Anwalt Weinhagen zu Cleve gegen
1) Anna Maria Beuskens, Wittwe zweiter Ehe des obenbenannten Wilhelm Engelen, Ackersfrau zu Kengen, sowohl für sich, wie auch in ihrer Eigenschaft als Hauptvormünderin ihrer in der Ehe mit dem letztern er, zeugten noch minderjährigen Kinder, Peter, Allegonda und Jakob Engelen
und
2) der Ackersmann Johann Heinrich Cutzels zu Rath unter Nieukerk als Nebenvormund der zu letzt genannten Minorennen, Verklagte, vertreten durch den Herrn Advokat-Anwalt Koenig zu Cleve erlassenen kontradiktorischen Urtheils sollen die den Partheien gemeinschaftlich zugehörigen Grundstücke, nämlich:
1) der zu Kengen unter Rheurdt gelegene Fieten oder Engelen Kathe, enthaltend nach dem Kataster einen Flächenraum von 14 Morgen 126 Ruthen 10 Fuß und verzeichnet unter Art. 63, Flur 1, Nr. 129, 130, 137, 138, ,39, 140, 14», 142 und 156, bestehend aus Wohnhaus, Scheune, Backhäuschen, Obst und Gemüsegarten, Ackerland, Strauchholz und Heide
2) Ackerland unter Schaphuysen an Rosendahlsweg, katastrirt sub Flur 6, Nr. 76, mit 1 Morgen 14 Ruthen
3) Ackerland da, selbst am Holtweg, groß 6 Morgen 37 Ruthen 80 Fuß katastrirt sub Flur 6, Nr. 64
4) Wiese unter Aldekerk, die Zwerschbenden genannt, groß 135 Ruthen 40 Fuß, katastrirt sub Section L. Nr. 256,
5) Wiese gelegen in der Gemeinde Hoch-Eyll am Suitings-Fliege Stall, groß 3 Morgen 165 Ruthen 30 Fuß, verzeichnet unter Section 1» Nr. 54, 55 und 56
6) Strauchholz gelegen daselbst, groß 2 Morgen 16 Ruthen 30 Fuß verzeichnet unter Section L. Nr. 48, Anh. 5, 48, 63, Anh. 5, 49
7) Wiese gelegen unter Nieukerk in der Dypt groß 1 Morgen 14 Ruthen 60 Fuß,
am Mittwoch den 15. April dieses Jahres, Morgens 9 Uhr, in der Wohnung der Wirthin Wittwe Walters zu Aldekerk öffentlich in Parzellen oder im Ganzen zum Verkaufe ausgesetzt und den Meistbietenden definitiv zugeschlagen werdcn.
Taxe und Verkaufsbedingungen können bei dem unterzeichneten Notar eingesehen werden.
Meurs, den 28. Januar 1846.
L. F. Houben, Königl. Notar.

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Beitragvon anika tm » 28. Mär 2011, 15:23

Oeffentlicher Anzeiger 1846

Behufs Theilung sollen der in der Bauerschaft Bruckhausen, Bürgermeisterei Gahlen, gelegene Titgenshof, an Garten- Acker- Wiesenland, Holzungen und Haide im Areal, 232 Morgen preußisch haltend, abgeschätzt mit den Gebäuden zu 5308 Thlr. 28 Sgr. 9 Pf-, sodann ein Acker in Hiesfeld, Flur 1 Nr. 156, groß 1 Morgen 124 Ruthen, taxirt zu 60 Thlr., in dem auf den 2. Juli künftigen Jahrs, Morgens 10 Uhr, an der hiesigen Gerichtsstelle angesetzten Termin, elfterer im Ganzen und parzellenweise im Wege der nothwendigcn Subhastation zum Verkauf ausgesetzt weiden. Die Taxe verhandlungen und der letzte Hypothekenschein des Hofes liegen in der Gerichtsregistratur zu Jedermanns Einsicht offen.
Die etwa unbekannten Realprätendenten werden aufgefordet, ihre Ansprüche an den Acker in Hiesfeld bei Vermeidung der Präklusion bis zum Termin anzumelden.
Dinslaken, den 18. Dezember 1845.
Königl. Gerichts-Commission.
Maynz. Hovestaet.

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Re: Subhastations-Patent (Haus und Hofverkäufe)

Beitragvon anika tm » 28. Mär 2011, 17:35

Oeffentlicher Anzeiger 1846
Definitiver In Gemäßheit zweier vom Königlichen Hochlöblichen Landgerichte zu Cleve
am 2.August und 22. November 1845. erlassenen Urtheile in Sachen des zu Cleve wohnenden
Bäckers Wilhelm Jordans, Klägers, vertreten durch den Herrn Advokat-Anwalt Weinhagen hierselbst,
gegen
1) den zu Cleve wohnenden Weinhändler Franz Jordans, sowohl für sich wie auch als Vormund der Minorennen Anna Maria Hendriksen, Tochter der verstorbenen Eheleute Theodor Hendriksen, Weinhändlers und Anna Maria
2) die ohne Stand zu Cleve wohnende Elisabeth Hendriksen
3) die zu Emmerich wohnenden Eheleute Wilhelm van Rossum, Bierbrauer und Pitronella Hendriksen
4) den Eduard Hendriksen, Soldaten beim 17. Infanterie-Regimente zu Wesel
5) den zu Cöln wohnenden Handlungslehrling Wilhelm Hendriksen
6) die Wittwe Johann Guoden, geborene Catharina Margaretha Wennekels, ohne Stand zu Cleve wohnhaft
7) die Margaretha Elisabeth Theodora Wennekers, ohne Stand daselbst
8) den Branntweinbrenner Jacob Gudden
9) den Kleinhändler Johann Wilhelm Gudden
10) den Grützmüller Bernhard Gudden, letztere drei zu Cleve wohnend
11) den Apothekergehülfen Heinrich Gudden zu Essen wohnhaft,
Verklagte, von denen die sub 1 bis 5 incl. benannten durch den Advokat-Anwalt und Justizrath Herrn vr. Speck, die übrigen durch den Herrn Advocat-Anwalt König Hierselbst vertreten werden, sollen die nach beschriebenen, den vorgenannten Partheien gemeinschaftlich gehörenden Immobilien durch den unterschriebenen, dazu gerichtlich committirten, zu Cleve residirenden Notar Nr. Friedrich Heinrich Ludwig Thomae, am Sonnabend, den 28. März dieses Jahres, Nachmittags 3 Uhr, in der Behausung des zu Cleve am kleinen Markte wohnenden Schenkwirths Heinrich Theurer öffentlich verkauft und den Meist- und Letztbietenden sofort definitiv zugeschlagen weiden.
Die zu verkaufenden Realitäten sind folgende: Taxe. — Thlr.
1) die zu Cleve am Brückthore sub Nr. 235 zwischen Mentrop und
Fegers belegene Scheune nebst Wohnung 425
2) ein zu Pfalzdorf belegener Ackerhof, begrenzt von den Ländereien des Philipp und Friedrich Lauf, Johann Tripp und dem Tannenbusche, bestehend aus einem Wohn- mit Hintergebäude, Garten, Baumgarten und Ackerland, zur Gesammtgröße von 40 preuß. Morgen 115 Ruthen 60 Fuß 2000
3) ein zu Keeken belegenes, von Vervoorst pachtweise benutztes Stück Ackerland, begrenzt von Kirchen- und Küstereiland, groß 3 Morgen 9 Ruthen
80 Fuß preuß «..,.' '> ^
4) der zu Kepveln gelegene Ackerhof, genannt Jostenhof, bestehend aus
einem Wohn- nebst Hintelhause, Scheune, Garten, Baumgarten und Acker-
land, circa 20 holländische Morgen groß 4700
5) das zu Cleve in der großen Straße an der Ecke des Kloppberges
sub Nr. 440 belegene Wohnhaus nebst Hofraume, Backhause und Scheune 2001
Gesammttaxe — 9875
Die auf diese Lizitation Bezug habenden Aktenstücke, Urtheile, Expertenbericht und Bedingungen können in der Amtsstube des Unterzeichneten eingesehen werden.
Cleve, den 23. Januar 1846.
Dr. Thomae, Notar.


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Re: Subhastations-Patent (Haus und Hofverkäufe)

Beitragvon anika tm » 28. Mär 2011, 17:50

Oeffentlicher Anzeiger 1846


Verkauf eines Hauses und Gartens zu Rheinberg
In Folge eines von der zweiten Civilkammer des Königl. Landgerichts zu Cleve vom 8. November 1845 in Sachen der zu Rheinberg gewerblos wohnenden Wilhelmine Tellmes, Wittwe Jakob Naus, Klägerin — vertreten durch den Herrn Advokat-Anwalt Weinhagen — gegen:
I) die Wittwe Joseph Bernard Naus, Maria Anna geborne Melier, ohne Stand zu Crefeld wohnhaft, als gesetzliche Hauptvormünderin ihrer mit dem besagten Joseph Bernard Naus erzeugten noch minderjährigen Kinder: Bernard, Hermann, Johann und Franz Naus
2) den Maurer Friedrich Naus zu Crefeld
3) die Eheleute Seidenweber Johann Brür und Marianne Naus daselbst
4) den Maurer Joseph Anton Naus daselbst, sowohl in eigenem Namen, wie auch als Gegenvormund der vorgenannten vier Minorennen Naus
5) der Maurer Anton Naus daselbst
6) die Eheleute Nagelschmied Peter Willemsen und Anna Margaretha Naus zu Rheinberg und
7) den Postillon Joseph Ingeleuf zu Weeze, als Vormund der mit der verstorbenen Albertine Naus erzeugten noch minderjährigen Tochter Albertine Ingeleuf,
Verklagte von denen, der, letztgenannte Joseph Ingeleuf ebenfalls durch den Herrn Adv.-Anw. Weinhagen, die unter 6 benannten durch den Herrn Advokat-Anwalt Collmann die übrigen Verklagten aber durch keinen Anwalt vertreten werden, erlassenen Urtheils, sollen die den Partheien gemeinschaftlich zugehörigen, nachbeschriebenen Realitäten durch den unterzeichneten, hierzu committirten Notar Ludolph Lenders in Rheinberg
Freitag den 1. Mai dieses Jahres, Nachmittags 2 Uhr, in der Wohnung der Gastwirthin Frau Wittwe Neukirch in Rheinberg unter den bei dem Unterzeichneten zur Einsicht offen liegenden Bedingungen öffentlich verkauft werden, nämlich:
1) ein Haus auf der Gelderstraße der Stadt Rheinberg, begrenzt von Herz und Meyer, katastirt Flur 6. Nummer 677 mit einer Grundfläche von 6 Ruthen 40 Fuß
2) ein daselbst gelegener Garten, begrenzt von Herz und Meyer, katastrirt Flur G. Nummer 670 bis mit einer Größe von 7 Ruthen 10 Fuß, zusammen abgeschätzt zum Werthe von 325 Thlr.
Rheinberg, den 5. Februar I846
Lenders.

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Re: Subhastations-Patent (Haus und Hofverkäufe)

Beitragvon anika tm » 28. Mär 2011, 18:24

Oeffentlicher Anzeiger 1846

Oeffentlicher Immobilar-Verkauf. .
In Folge zweier, vom Königlichen Landgerichte zu Cleve am 18. Juni und 17. Dezember 1845 erlassenen Ultheile soll das, der ohne Stand zu Bonn wohnenden Susanna Terlinden, Wittwe des Königlichen Steuerraths Carl Koch, in ihrer Eigenschaft als Beneficiar-Erbin ihrer Eltern, der verstorbenen Ehegatten Kammersecretair Carl Terlinden und Dorothea Sibilla Schallenkamp, gehörende, hier zu Cleve auf der Steckbahn sub Nr. 741 belegene an Wittwe Lente und Wilhelm Soenthen grenzende Wohnhaus nebst Hofraum und Garten zum Flächeninhalte von 23 pr. Ruthen 90 Fuß, taxirt zu 750 Thlr. durch den unterschriebenen dazu gerichtlich committirten Notar,
am Montage den 30. März dieses Jahres, Nachmittags 3 Uhr, in der Behausung des Hierselbst wohnenden Schenkwirths Heinrich Theurer öffentlich verkauft werden. Urtheile, Expertise und Verkaufsbedingungen liegen in meiner Amtsstube zur Einsicht bereit.
Cleve, den 22. Januar 1846.
Dr. Thomae, Notar.

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Re: Subhastations-Patent (Haus und Hofverkäufe)

Beitragvon anika tm » 28. Mär 2011, 19:52

Oeffentlicher Anzeiger 1846

In Folge zweier, von der zweiten Livilkammer des Königlichen Landgerichts zu
Cleve am 9. August respective am 8. November vorigen Jahres erlassenen contradiktotischen Erkenntnisse in Sachen:
1) des unter Geldern wohnenden Kossaten Peter Anton Evers
2) des Martin Evers Ackersknecht zu Winnekendonk und
3) des Heinrich Evers Ackersknecht zu Capellen wohnend,
Kläger, vertreten durch den Advokat-Anwalt Herrn Justizrath Speck zu Cleve wider Adrian Lenker, Taglöhner zu Wald unter Issum wohnend in seiner Eigenschaft als Nebenvormund der beiden noch minderjährigen Kinder aus der Ehe der verstorbenen Eheleute Wilhelm Evers und Anna Gertrud Buschmann
Namens Anton Evers Ackersknecht zu Geldern und Adam Evers Ackersknecht zu Aengenesch wohnend, deren Hauptvormund der erwähnte Peter Anton Evers ist und
b) Lambert Bremkens, Ackerer unter Geldern wohnend in seiner Eigenschaft als Nebenvormund der in der Ehe des verstorbenen Wilhelm Evers mit der überlebenden Petronella Aengenendt jetzigen Ehefrau von Jacob Schwarz Maurer zu Geldern wohnend erzielten noch minderjährigen Kinder: Peter Johann, Hubert, Johanna und Johann Evers, alle vier ohne Stand zu Geldern wohnend, deren Hauptvormund der erwähnte Heinrich Evers ist; Verklagte vertreten durch den Advokat-Anwalt Herrn Collmann zu Cleve, soll folgende den erwähnten Parteien gemeinschaftlich gehörige Drayer Kathe bestehend a) unter Geldern:
in einem Wohnhause mit Hofraum, Qbst- und Gemüsegarten, Ackerland und Wiese, enthaltend zusammen 10 Morgen 118 Ruthen 50 Fuß verzeichnet im Kataster unter Artikel 853 mit der Flur V unter Nummer 72 bis inclusive 77, 118 104, Anhang 4, Nummer 27 geschätzt zu 706 Rth. 20 Sq.
b) unter Capellen
1) in einem Stück Ackerland groß 1 Morgen 63 Ruthen 30 Fuß, in Section G. Nummer 13. Anhang 4 Nummer 388 und Nummer 16 geschätzt zu 43 Rth. 10 Sgl.
2) in einem Stück Niese theils Heide groß 3 Morgen 121 Ruthen in Flur K Nummer 392 geschätzt zu 100 Rth. und
3) in einem Parzell Heide mit Strauchholz groß 3 Morgen 132 Ruthen 90 Fuß in der Flur <i. Nummer 523 geschätzt zu 30 Rth. durch den unterzeichneten in Folge der beregten Urtheile hierzu committirten Notar an der Behausung der Schenkwirthin Wittwe Anton Franz Stracten zu Geldern, am Donnerstag den 16. April laufenden Jahres, Nachmittags 3 Uhr, öffentlich und definitiv verkauft werden.
Die Verkaufsbedingungen und sonstige auf den Verkauf bezüglichen Papiere liegen bei dem unterzeichneten Notar einem Jeden zur Einsicht offen.
Geldern, den 3. Februar 1846.
J Herkenrath.

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Re: Subhastations-Patent (Haus und Hofverkäufe)

Beitragvon anika tm » 28. Mär 2011, 20:24

Oeffentlicher Anzeiger 1846

Nothwendiger Verkauf. Land- und Stadtgericht zu Emmerich.
Auf den Antrag eines eingetragenen Gläubigers sollen nachstehende den Eheleuten
Theodor Theyssen und den Minorennen Goerh gemeinschaftlich zugehörige in der
Gemeinde Millingen gelegene Grundstücke, als
1) das zu Millingen unter Nr. 56 gelegene Haus, Scheune, Hausplatz und der bei dem Hause gelegene Garten, nach der Katasterkarte Flur IV. Nr. 265 und 266, groß resp. 36 Ruthen 79 Fuß und 74 Ruthen 70
Fuß, abgeschätzt überhaupt zu 1060 Thlr. Sgr.
2) der daselbst gelegene Garten, nach Flur 4 Nr. 290, groß 144 Ruthen, taxirt nach Abzug des darauf haftenden Erbpachts Canons ad 1 Thlr. 3 Sgl. berl. Eour. zu 116 Thlr. 15 Sgr.
3) der Acker am Reesschen Wege nach Flur V. Nr. 4, groß 1 Morgen 89 Ruthen, taxirt zu 116
Thlr. 17 Sgr.
4) Acker am Reeser und Steinofer Weg. groß nach Flur V. Nr. 71
1 Morgen 16 Ruthen, taxirt zu 92 Thlr. ,8 Sgr. 5 Pf.
5) Acker am Stevenschen Busch nach Flur V. Nr. 141, groß 1 Morgen 103 Ruthen 80 Fuß, abgeschätzt zu 113
Thlr 15 Sgr. 7 Pf.
6) Acker in de Betels noch Flur V. Nr. 124, groß 2 Morgen 2 Ruthen 70 Fuß, taxirt zu 84 Thlr. 8 Sgr. 11 Pf.
7) Acker im Millinger Feld nach Flur 4 Nr. 171, groß 3 Morgen 94 Ruthen 20 Fuß, abgeschätzt zu 486 Thlr.
6 Sgr. 8 Pf.,
im Wege der Exekution am 1. Juli dieses Jahres, Vormittags 11 Uhr,
an der Gerichtsstelle Hieselbst verkauft werden. Taxe und Hypothekenschein sind in der
Registratur einzusehen.
Die Eheleute Hauptmann Mauritz Duran und Dina geborene Cöster, deren Aufenthalt unbekannt ist, werden zur Wahrnehmung ihrer Gerechtsame hierdurch gleichfalls vorgeladen.
Emmerich

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Verkäufe

Beitragvon anika tm » 9. Apr 2011, 11:35

Amtsblatt Düsseldorf 1827

Die Herren Lups zu Orsoy wollen das ihnen gehörige, hierselbst auf der hohen Straße Nr. 430. gelegene Haus, enthaltend zwei besondere Vordergebäude, ein in neuerer Zeit erbautes Hauptgebäude, ein Garten und ein nach der kleinen Beginenenstraße ausgehendes Hinterhaus nebst Scheune und Stallung, dem Meistbietenden verlaufen, und im Fall kein hinreichendes Gebot erfolgt, auf mehrere Jahre vermiethen. Die Bietungstermine sind auf den 22. September und den 6. Oktober d. J. jedesmal Vormittags 11 Uhr, angesetzt. Kaufliebhaber wollen sich in meiner Amtsstube einfinden, und können daselbst auch die Bedingungen eingesehen werden.
Wesel, den 9. August 1827.

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Re: Verkäufe

Beitragvon anika tm » 9. Apr 2011, 11:57

Amtsblatt Düsseldorf 1827

Zur Bezahlung von Schulden soll das zur Nachlassenschaft der zu Rees verstorbenen Eheleute Heinrich Lymers und Mechtilde Mey gehörige, daselbst hinter der Mauer Nr. 337. gelegene Haus, abgeschätzt zu 125 Thlr. preuß. Courant, am 10ten October Vormittags 10 Uhr, vor der Gerichts-Commission zu Rees, dem Meistbietenden verkauft werden, und wollen sich daher Kauflustige einfinden. Taxe und Bedingungen können vorher in der Registratur eingesehen werden.
Zugleich werden alle diejenigen, welcht Ansprüche auf das Grundstück, oder sonst Forderungen an den Nachlaß haben, aufgefordert, selbige in dem vorgedachten Temin anzumelden und zu liquidiren; widrigenfalls sie damit präcludirt, die Kaufgelder sowohl als die sonstige Masse, unter die sich meldenden Gläubigern vertheilt, und sie bloß an den etwaigen Ueberschuß verwiesen werden.
Königl, Preuß. Land- und Stadtgericht: Dulheuer
Emmerich, den 29.Mai 1827

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