Gruß an den Niederrhein

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Gruß an den Niederrhein

Beitragvon JuKi53 » 5. Nov 2015, 08:41

Einen schönen guten Morgen wünsche ich....

Eigentlich war es nur eine Suche nach Informationen über meinen Vater. Nun stecke ich bis über beide Ohren in der Familienforschung kreuz und quer durch Deutschland (und auch darüber hinaus).
Es waren gerade in den neueren Generationen echte Wandervögel dabei, das macht es nicht immer leicht. Viele sehr nette Archivare haben mir geholfen, etliches an Urkunden und Meldedaten zusammenzutragen, vieles erklärte sich eben erst, wenn man einen Blick auf die Generation davor werfen konnte.
Hier erst einmal ein paar Infos:
Zwei Linien kommen aus Thüringen, Neuenbau (Stauch und Hammerschmidt) und Langensalza/Tennstedt (Schmidt und Blankenburg).
Stauch ging über etliche Stationen bis zur Maschinenbaufabrik in Emmerich, dazu kam Giesen/Klein aus Worms.
Schmidt kam nach Mülheim/Ruhr, dazu kam Burgsmüller und man blieb auch dort.

Hüntgen/Hündchen kamen aus Oberaussen und Krefeld, es ging nach Mönchengladbach, dann Bocholt, später Düsseldorf. Die vielen Kinder zerstreuten sich in alle Winde.

Mein Interesse liegt nicht so sehr an den uralten Zeiten, ich bin nicht mobil und diese Informationen bekommt man meist nur aus den Kirchenbüchern vor Ort.

Weiteres werde ich in den regionalen Foren suchen und vielleicht finden sich ja noch ein paar Puzzleteilchen.

Lieber Gruß
JuKi

Ach ja, ich stamme aus Mülheim/Ruhr und bin 62 Jahre alt, lebe aber schon ewige Zeiten im Schwarzwald.
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Re: Gruß an den Niederrhein

Beitragvon niederrheinbach1 » 5. Nov 2015, 19:55

Hallo!

Herzlich willkommen im Forum.

Viel Freude hier und weiterhin Erfolg bei Deiner Ahnenforschung.

Dieser Beitrag beim Lokalkompass ist Dir vermutlich bereits bekannt?

damals in Emmerich - Emmericher Maschinenfabrik - PROBAT-WERKE, Beitrag vom 3.2.2014, Homepage Lokalkompass

Grüße an den schönen Schwarzwald.
Viele Grüße, Niederrheinbach1
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Re: Gruß an den Niederrhein

Beitragvon anika tm » 5. Nov 2015, 22:36

Hallo JuKi
Herzlich willkommen im Forum, hast du auch Namen zu deinen Wandervögeln.
Wenn du eher an neuzeitlichen Ereignissen interessiert bist bieten sich Orts-Vereins oder Firmenchroniken an, dazu noch die Totenzettelarchive und Einwohnerlisten.

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Re: Gruß an den Niederrhein

Beitragvon JuKi53 » 6. Nov 2015, 08:44

Danke für eure Tips.
Die Chronik ist interessant, leider hatte die Firma meines Urgroßvaters nicht so lange Bestand.

Gustav Anton M. Stauch (*1851) kam aus Neuenbau in Thüringen, gelangte über Frankfurt/Oder und Rotterdam nach Emmerich, wo er geheiratet hat. Dann ging es nach Berlin (Sohn Nr. 1), weiter nach Worms (Sohn Nr. 2), dann wurde er Verwalter einer Sägemühle im Hafenlohrtal (Tochter Nr.1), nächste Station war Untertürkheim (Tochter Nr. 2).
Und dann wieder Emmerich, ein Patent für eine Maschine zur verbesserten Bettfedersortierung und Gründung der Firma G.A.Stauch (Ca. 1900). Leider starb er bereits 1904, und wie es scheint, gab es keinen Nachfolger.

Auch die Niederhein-Linie war im Maschinenbau tätig. August Hündchen (*1956 in Krefeld) kam über MG mitsamt seinen 10 Kindern nach Bocholt und gründete dort 1894 in der Hohenstaufenstr. eine Maschinenfabrik. Diese wurde zwar 1904 von einem Sohn übernommen und erweitert, aber da er und der Rest der Familie später nicht mehr in Bocholt lebte, wurde sie wohl verkauft. Es gab eine Verbindung durch Heirat zur Familie Pieron, eventuell hat man da fusioniert.
Von August Hündchen gibt es aber auch aus späteren Jahren einige Gebrauchsmuster aus unterschiedlichen Sparten, also hat er weiter erfunden.

Die Archive waren sehr hilfsbereit, aber zu den Firmen liess sich nichts finden.

Ich habe aber gerade einen Stapel Urkunden bekommen und werde die erst einmal in die Bestände einarbeiten bzw. in zeitlichen Zusammenhang bringen, dadurch ergeben sich ja oft unerwartete Antworten.

Offene Enden sind zeitlich eher so um 1750 zu finden, da wurde ich vom Archiv Oberaussen an das Landesarchiv DU verwiesen.
Das wäre ja dann eine Frage für das Forum Niederhein?

In Worms und Thüringen sind auch noch ein paar Baustellen offen.

Lieber Gruß
JuKi
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Re: Gruß an den Niederrhein

Beitragvon niederrheinbach1 » 6. Nov 2015, 22:14

Hallo!

Da hast Du bereits viele interessante Informationen herausgefunden.

JuKi53 hat geschrieben:August Hündchen (*1956 in Krefeld) kam über MG mitsamt seinen 10 Kindern nach Bocholt und gründete dort 1894 in der Hohenstaufenstr. eine Maschinenfabrik. Diese wurde zwar 1904 von einem Sohn übernommen und erweitert, aber da er und der Rest der Familie später nicht mehr in Bocholt lebte, wurde sie wohl verkauft. Es gab eine Verbindung durch Heirat zur Familie Pieron, eventuell hat man da fusioniert.
Von August Hündchen gibt es aber auch aus späteren Jahren einige Gebrauchsmuster aus unterschiedlichen Sparten, also hat er weiter erfunden.

Die Archive waren sehr hilfsbereit, aber zu den Firmen liess sich nichts finden.


Für den Fall, dass Dir diese Einträge noch nicht bekannt sind:

Adreßbuch für die Stadtgemeinde Düsseldorf und die Bürgermeistereien
Benrath, Erkrath und Kaiserswerth 1910

Alphabetisches Einwohner-Verzeichnis


Hündchen, August, Maschinenfabrik und maschinentechnisches Geschäft, Aderstraße 26
- Gerhard, Kasernenwärter, Neußerstraße 18/20 I
- Joseph, Pliesterer, Birkenstr. 139 II
- Katharina, o. G., Karlplatz 20 II

Einwohnerverzeichnis der Stadt Düsseldorf geordnet nach Straßen
und Hausnummern


Aderstraße

26 (E. Lange, Karl, Cafetier, Gerresheimerstraße 4)
Beißel, Leonhard, Schreiner
Gutbier, Johann, Friseur
Hammel, Karl, Schneidermstr.
Stumpe, Heinrich, Buchhändl.
Hündchen, Aug., Maschinenb.

Siehe unter diesem Link:

Digitale Sammlungen, Homepage Universitäts- und Landesbibliothek - Heinrich Heine Universität Düsseldorf

Dort sind verschiedene Einträge in Adressbüchern usw. zum FN Hündchen, zu August Hündchen u.ä. vorhanden.
Viele Grüße, Niederrheinbach1
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Re: Gruß an den Niederrhein

Beitragvon niederrheinbach1 » 6. Nov 2015, 22:47

Hallo!

JuKi53 hat geschrieben:Gustav Anton M. Stauch (*1851) kam aus Neuenbau in Thüringen, gelangte über Frankfurt/Oder und Rotterdam nach Emmerich, wo er geheiratet hat. Dann ging es nach Berlin (Sohn Nr. 1), weiter nach Worms (Sohn Nr. 2), dann wurde er Verwalter einer Sägemühle im Hafenlohrtal (Tochter Nr.1), nächste Station war Untertürkheim (Tochter Nr. 2).
Und dann wieder Emmerich, ein Patent für eine Maschine zur verbesserten Bettfedersortierung und Gründung der Firma G.A.Stauch (Ca. 1900). Leider starb er bereits 1904, und wie es scheint, gab es keinen Nachfolger.


Möglicherweise mit der von Dir gesuchten Firma zusammenhängend,
zu finden unter obigem Link "Digitale Sammlungen":

Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf 1907
Öffentlicher Anzeiger Nr. 75


Verkäufe und Lizitationen

3823. 4221
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Emmerich belegene,
im Grundbuche von Emmerich, Band VI, Blatt 70, zur Zeit der Ein-
tragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Witwe
Gustav Stauch, Wilhelmine geb. Giesen in Emmerich eintragene
Grundstück: Flur III, Parzelle 2801/755, am 15. Mai 1907, vor-
mittags 10 Uhr,
durch das unterzeichnete Gericht, an der Ge-
richtsstelle, Zimmer Nr. 6, versteigert werden.
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Re: Gruß an den Niederrhein

Beitragvon niederrheinbach1 » 6. Nov 2015, 22:47

Hallo!

Das Grundstück Hottomonnstraße Nr. 587, besteht aus Hof-
raum und Hausgarten mit a.) Wohnhaus, c.) Nebengebäude,
d.) Waschküche, h.) Maschinenwerkstätte, i.) Werkschuppen,
ist mit 639 Mark zur Gebäudesteuer veranlagt und ist in der
Mutterrolle unter Artikel 597, in der Gebäudesteuerrolle un-
ter Nr. 695 eingetragen. Die neuesten Auszüge aus der Ge-
bäudesteuerrolle und der Grundsteuermutterrolle können
auf der Gerichtsschreiberei eingesehen werden. Der Verstei-
gerungsvermerk ist am 4. März 1907 in das Grundbuch ein-
getragen.
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Re: Gruß an den Niederrhein

Beitragvon niederrheinbach1 » 6. Nov 2015, 22:48

Hallo!

Es ergeht die Aufforderung, Rechte, soweit sie zur Zeit der
Eintragung des Versteigerungsvermerkes aus dem Grundbuche
nicht ersichtlich waren, spätestens im Versteigerungstermine
vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und,
wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widri-
genfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht
berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses
dem Anspruche des Gläubigers und den übrigen Rechten nach-
gesetzt werdern.
Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes
Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zu-
schlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Ver-
fahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Ver-
steigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes
tritt.
Emmerich, den 18. März 1907
K. 1/07
Königliches Amtsgericht
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Re: Gruß an den Niederrhein

Beitragvon JuKi53 » 7. Nov 2015, 08:07

Vielen Dank für die Hilfe!

Die Adressbücher kenne ich, sie waren eine gute Grundlage für die Archivanfragen.

Die Versteigerung erklärt natürlich einiges. Nach der Meldekarte aus Emmerich hat sich die Familie ca. 1906 ziemlich zerstreut,
Mutter Stauch hat dann lange in Frankfurt gelebt und war Anlaufstelle für ihre unsteten Kinder, leider selten belegbar, da das Archiv FFM viele Lücken hat und natürlich hat man sich nicht immer angemeldet.

Im Archiv Emmerich gab es keine Daten zum Schicksal der Firma, war ein sehr wertvoller Hinweis!

LG JuKi

PS: War etwas vorschnell mit der Antwort, bekannt waren mir nur die ABs bei GenWiki, mit dem Link der Sammlungen habe ich sicherlich noch viel zu schaffen.
PPS: Natürlich bringt auch hier wieder die Suche nach 'Hündchen' ganz besonders viele Ergebnisse *smile*, damit kämpfe ich überall.
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Re: Gruß an den Niederrhein

Beitragvon anika tm » 23. Dez 2015, 23:45

Hallo
Hast du schon Erkundigungen zu deiner Familie im Stadtarchiv Bocholt unternommen?

Zitat: August Hündchen (*1956 in Krefeld) kam über MG mitsamt seinen 10 Kindern nach Bocholt und gründete dort 1894 in der Hohenstaufenstr. eine Maschinenfabrik. Diese wurde zwar 1904 von einem Sohn übernommen und erweitert, aber da er und der Rest der Familie später nicht mehr in Bocholt lebte, wurde sie wohl verkauft.

Das Geburtsdatum 1956 dürfte geboren 1856 in Krefeld heissen.

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